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SADHUS, die heiligen Männer Indiens von Frank Bienewald, Dresden Frank Bienewald aus Dresden zeigt in seinem Dia-Vortrag „SADHUS die heiligen Männer Indiens“ außergewöhnliche Bilder der Mystiker des Hinduismus. Während mehrerer Indienreisen über insgesamt 2 ½ Jahre zwischen 1992 und 2002 hielt er sich viel an den heiligen Plätzen Indiens auf und besuchte 3 Mal das wohl größte religiöse Fest der Welt, die Khumba Mela. Er traf Menschen, die so gut wie nichts mehr mit der materiellen Welt verbindet, wurde Zeuge ungewöhnlicher Rituale und entdeckte Philosophien und Werte, die in unserer Gesellschaft vergessen zu sein scheinen. Er fand sich oft in eine Welt versetzt, die vor 1000 Jahren nicht anders gewesen sein kann.
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Sie besitzen nichts, als ihre dürftige Kleidung, eine Decke und eine Almosenschale. Sie gehören keiner Familie mehr an, und ihre Heimat sind die endlosen Pilgerpfade kreuz und quer durch Indien. Den ersten Kontakt mit den Heiligen Männern Indiens hatte Frank Bienewald aus Dresden, völlig unvorbereitet, während der Khumba Mela 1992 in Ujjain. Bei diesem größten und heiligsten aller indischen Feste waren neben ca. 1,5 Mio. Sadhus noch 18 Mio. Pilger aus allen Teilen Indiens in einer Stadt mit normalerweise 370.000 Einwohnern versammelt, um am Tag des Maha Snan beim Bad im Khsipra-Fluß einige ihrer Sünden abzuspülen und somit ihr Karma wieder etwas aufzupolieren. Er sah Männer, die jahrelang einen Arm hochhielten, andere standen viele Jahre, ohne sich je hinzulegen, wieder andere hoben schwere Lasten mit dem Penis vom Boden ab, sehr viele hatten nur meterlange Tredlocks als einzige Bekleidung, manche hatten gelobt, 12 Jahre nicht zu sprechen und einer lief mit einem durch den Unterarm gestochenen Messer herum. Um sie herum viele der Pilger, sie anbetend oder um Rat bittend. Die ganze Szenerie, geschwängert vom Marihuana-Rauch, wurde nachts absolut irreal. Frank Bienewald war fasziniert und fassungslos und war sich nicht mehr sicher, ob es 1992 oder 992 war. Das meiste von dem, was er fotografierte, war völlig unbegreiflich für ihn und er brauchte Wochen, um diese 5 Tage zu verarbeiten. Während einer 12-monatigen Indienreise 1997/98 hielt sich der Dresdner sehr viel an den heiligen Orten Indiens auf und traf dort immer wieder die Heiligen Männer auf ihrer lebenslangen Pilgerreise. Durch viele Gespräche lernte er einiges über die Philosophien, die Beweggründe und die Lebensweise dieser Menschen, und somit wurde der erneute Besuch der Khumba Mela 1998 in Haridwar eine sehr interessante, aber nicht weniger ungewöhnliche Zeit. Über einen Zeitraum von 4 Wochen verfolgte er die Entwicklung des Festes bis zum Maha Snan, dem großen Bad, konnte durch einen mit einem Trick erworbenen Presseausweis an dem Initiations-Ritual der neuen Sadhus teilnehmen, saß viele Abende mit an den heiligen Feuern und traf sogar den Sadhu wieder, der 1992 sein ganzes Körpergewicht mit seinem um einen Stab gewickelten Penis gehalten hatte. Zu seiner Überraschung traf Frank Bienewald aber auch nicht wenige, die sich ihrer gelobten Besitzlosigkeit, ausschließlicher Konzentration auf geistige Entwicklung und Abstinenz von Rauschmitteln zum Trotz fröhlich Unmengen Haschisch rauchend die neuesten Bollywood-Kino-Renner auf dem Fernseher in ihrem Zelt anschauten. Die letzte Khumba Mela, die er im Rahmen einer 20-monatigen Fahrradreise 2001 in Allahabad besuchte, war mit 30 Mio. Besuchern nicht nur völlig überfüllt, sondern veränderte sich mehr und mehr in eine Art spirituellen Jahrmarkt, von dem sich immer mehr derjenigen Sadhus, die ernsthaft ihren Weg gehen, fernhalten. Sicher auch ein Tribut, den das traditionelle Indien an eine unaufhaltsame Verwestlichung der gesamten Welt zahlen muss. Übrigens: Frank Bienewald hat auf dem ElMundo-Festival im Oktober dieses Jahres mit seinem Diavortrag den 3.Platz belegt. Herzlichen Glückwunsch!
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VITA
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Kontakt: Frank Bienewald
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